Familienglück

Dankbarkeit

Dankbarkeit ist für mich eng mit Glück verknüpft. Um ehrlich zu sein, ist sie aus meiner Sicht sogar ein essentieller Teil von Glück. Ganz besonders vom „kleinen Alltagsglück“, das einen großen Teil des „Lebensglücks“ ausmacht. Es ist nicht der Lottogewinn oder das große Geld im Job, die einem ein glückliches Leben bescheren. Es ist die Kontinuität, sich an Dingen zu freuen, die gut laufen, sich bewusst zu machen, wie wunderbar es ist, dass sie gut laufen und dankbar dafür zu sein, dass sie einem zu Teil werden. Ganz weitreichend gedacht kann das heißen: Wie toll, dass ich in Deutschland geboren wurde und nicht an einem Ort der vielen Krisenherde, wo Krieg, Armut und Hungersnot herrscht. Wie schön, dass ich in den 80iger Jahren des letzten Jahrhunderts auf diese Welt kam und nicht im ersten oder zweiten Weltkrieg. Dafür bin ich sehr dankbar. Das macht einen Teil meines Lebensglücks aus.

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Soweit möchte ich hier aber gar nicht gehen, sondern ich möchte einen Blick auf meine Schwangerschaft werfen, die (bis jetzt, in die 40. Woche) mit sehr wenig Komplikationen verbunden ist. Und dafür bin ich sehr dankbar. Das macht mich nach meiner Definition von Glück also glücklich.

Was alles nicht passiert ist
Ich habe in den ersten 12 Wochen keine Fehlgeburt erlebt. Und davon gibt es einige in meinem Umfeld. Viel öfter passiert das, als ich es vorher angenommen hätte. Ich bin sehr dankbar, dass mir diese Erfahrung bisher erspart blieb. Mir war zwar oft flau, manchmal auch richtig gehend übel in den ersten 12-13 Wochen, ich musste mich aber nie übergeben und habe schon gar nicht jeden Morgen oder tagelang über der Kloschüssel gehangen. Darüber bin ich wirklich sehr, sehr froh! Ich hatte keine Probleme mit Gerüchen oder mit bestimmtem Essen. Meine Haut hat keine Mucken gemacht. Da ich in der Pubertät und auch noch bis zum 20 Lebensjahr unter leichter Akne litt, hatte ich die Befürchtung, dass die sich in der Schwangerschaft zurückmelden würde. Hat sie aber nicht. Wie schön! Ich habe keine Schwangerschaftsdiabetes, brauche keine Eiseninfusionen (ein paar pflanzliche Tabletten reichen aus) und meine Werte sind auch sonst ganz prima.
Es gab auch was das Baby betrifft keine Komplikationen oder Falschmessungen und dadurch verursachte Aufruhr. Auch hier habe ich im weiteren Umkreis schon sehr unschöne Situationen erlebt, die viel Kummer bereiteten, sich dann im Nachhinein Gott sei Dank als Falschmeldungen erwiesen. Auch von Schwangerschaftsstreifen blieb ich verschont. Mein Bauch ist noch schön glatt.

Was passiert ist
Ich bin ziemlich auf Anhieb schwanger geworden. Keine Fragen, warum es nicht klappt, kein ungeduldiges Warten, keine Zweifel, keine Ängste – zack, der erste Schwangerschaftstest, den ich machte, zeigte + 2-3 Wochen. Yes! Großartig! Diese zermürbende Zeit, bis zwei Striche oder ein Plus in der digitalen Anzeige erscheinen, ist mir erspart geblieben.

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Ich bin der höheren Macht da oben, an die ich glaube, sehr dankbar für diese komplikationslose Schwangerschaft. Andere mögen das Schicksal heranziehen oder auch den Zufall. Nicht jeder Frau ergeht es so und darüber kann man in jedem Fall froh, dankbar und glücklich sein. Und deswegen gibt es heute keine Glücksmomente, denn diese Schwangerschaft, diese bis heute 10 Monate minus 5 Tage, waren für mich kein Moment, sondern eine ganze Reihe, ein ganzer Zeitraum des Glücks! Danke!

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5 Kommentare zu „Dankbarkeit

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