Familienglück · Schwangerschaft

Brief an meinen Körper

Die Schwangerschaft ist ein Wunder. Ein noch viel größeres als ich vorher je geglaubt hatte. Ich hätte nicht gedacht, dass mein Körper in jeder Hinsicht so toll mitmacht, wie er es getan hat. Und insofern möchte ich heute einmal das Wort an sie richten, diese Wundermaschinerie!

Brief an meinen Körper

Mein lieber Körper,

wir beide haben schon immer ein ganz gutes Verhältnis. Ich kenne Dich gut, weiß Dich meistens sehr genau zu deuten und habe mir manchmal zu viele Sorgen um Dich gemacht. Und speziell hinsichtlich Schwangerschaft machte ich mir Gedanken, ob Rücken und Hüfte das alles so locker hinbekommen. Aber da haben wir ja auch schon das eine oder andere mitgemacht, wir beide. Und nun das.

Ich bin auf Anhieb schwanger geworden. Du hast alles genauso eingerichtet, wie es sein soll. Du hast genau gewusst, was zu tun ist, ohne zu murren. Von den Kopfschmerzen in dieser ersten Zeit wollen wir mal großzügig absehen. Du wusstest, was Du machen musst: Fruchtwasser produzieren, die Plazenta aufbauen, die Gebärmutter wachsen lassen, die Brüste vorbereiten… Welch Wunder, dass Du das alles weißt und Deiner Arbeit so unermüdlich nachkommst.

Trotz zunehmendem Gewicht hattest Du die Arthrose in der Hüfte gut unter Kontrolle, denn sie hat weniger gemuckt als noch vor der Schwangerschaft. Auch den Rücken hast Du  gut im Griff und erst zum Ende litt er ein bisschen unter der neuen Gewichtsverteilung. Was da mit dem Nerv in meinem Arm allerdings los war, das musst Du mir mal noch erklären! Wassereinlagerung? Verzogene Statik? Hormone? Karpaltunnelsyndrom? Wie auch immer, sollte es ein nächstes Mal geben, würde ich Dich bitte, diese wahnwitzigen Schmerzen lieber nicht zu produzieren.

Und weiter ging es. Alles ist gewachsen und gediehen wie es sollte. Sämtlich Untersuchen gingen gut. Du hast Dich immer so entwickelt wie es an der Zeit war, Du hast dem sich ebenfalls vorbildlich entwickelnden Glückskind ein wunderbares Zuhause geboten. Du hast pünktlich begonnen, Vorbereitungen für die Geburt zu treffen, die Wehen zu üben, das Köpfchen ins Becken rutschen zu lassen, den Schleimpfropf zu verlieren, und dann, vier Tage vor dem errechneten Termin, mit richtigen Wehen loszulegen. Damit hast Du meinem Wunsch entsprochen, nicht über den Termin zu gehen. Danke!

Dass die Geburt an sich dann nicht die leichteste war, das habe ich schon fast wieder vergessen. Das feste Gewebe, das alles so schön gehalten hatte, wollte eben nicht so schnell nachgeben und war von den heftigen, regelmäßigen Wehen zweitweise sehr wenig beeindruckt. Aber was sind schon diese 16 Stunden gegen 39,5 Wochen?

Lieber Körper, Du bist wunderbar und hast Großes geleistet. Vielen Dank, dass Du mir eine solche Schwangerschaft ermöglicht hast und mir das größte Geschenk überhaupt gemacht hast. Das wunderbarste Baby der Welt!

Deine Fri


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