Allgemein · Familienglück · Leben als Familie

Geburtsbericht – unausführlich, unvollständig, listenförmig

Das Glückskind ist nun über neun Wochen alt und ich habe hier immer noch keinen Geburtsbericht geschrieben. Irgendwie bin ich hin und her gerissen, denn zum Einen hilft das eigentlich niemandem, denn alles ist bei allen anders. Zum Anderen sind bei meiner Entbindung nicht mal die Dinge, die ich für sicher hielt, eingetroffen. Und deshalb ist es das, was ich hier festhalten will und vielleicht der einen oder anderen mitgeben kann. Und zwei bis drei Hinweise, was mir gut getan hat.

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Vorgeplänkel – Die Wehen setzen ein

„Beim ersten Kind können Sie bei Beginn der Wehen noch einmal schön essen oder in Ruhe das zu Ende machen, was sie gerade tun. Es dauert noch, bis Sie ins Krankenhaus müssen.“ Über mich sind die Wehen innerhalb von zwei Stunden im 3 Minuten Abstand gerollt. Da wäre nichts mehr mit essen oder entspanntem Bad gewesen… Und, die Wehen fühlten sich ganz anders an, als ich es erwartet hatte. Deshalb googelte ich glatt (so viel zu „Sie werden genau wissen, wenn es los geht“) und die Ergebnisse lieferten auch andere Beschreibungen als das, was ich gerade empfand. Keine Wellen, die über den Bauch liefen. Sondern Krämpfe im Unterleib, die auch an der Kartoffelsuppe vom Mittag hätten liegen können…

Während der Geburt – Alles anders

  1. Ich war mir ziemlich sicher, dass ich keine PDA haben wollte. Erfahrung mit Migräne und bereits durchgestandene, mittelschwere Operationen sollten mir wohl genug Schmerzerfahrung gebracht haben. Als nach 8h der Muttermund immer noch bei 5cm war, habe ich es mir anders überlegt…
  2. Niemals, also wirklich nie, wollte ich wie ein hilfloser Käfer auf dem Rücken liegend entbinden. Eher Vier-Füßler-Stand oder so. Naja, ratet mal, wie meine Gebärposition aussah… Und das war in dem Moment auch ok.

Ein Geburtsplan hätte bei mir also gar keinen Sinn gemacht. Und so lag ich richtig, wenn ich alles auf mich zukommen lassen wollte, wobei ich mir das, was da auf mich zukam, dann doch ein bisschen anders vorgestellt hatte.

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Fakten – das Wichtigste in Kürze

  1. Die Geburt dauerte 16 Stunden, gerechnet vom ersten „Krampf“ auf dem Sofa.
  2. Die Schmerzen sind mit nichts zu vergleichen.
  3. Es kommt anders als man denkt.
  4. Am Ende liegt das allerschönste Geschenk in meinen Armen, das ich jemals bekommen habe! Tiefstes Glück!

Und zum Schluss – Hinweise und Tipp

  1. Nicht zu viele Gedanken im Voraus machen.
  2. Nicht zu viele Berichte lesen.
  3. Unter der Geburt den Humor behalten (zwischen den Wehen haben wir Fotos gemacht und viel gelacht – auch noch nach zwölf und vierzehn Stunden).
  4. Möglichst eine tolle Begleitung an der Seite haben, die sich nicht doof vorkommt, fürs Atmen zu loben, sich die Hand quetschen zu lassen und im Zweifel mitzupressen (Das gehört eigentlich an die erste Stelle, entspricht aber nicht dem zeitlichen Vorgehen.. 😉).
  5. Zwei, drei kleine Fläschchen Rotbäckchen dabei haben. Und auch der Lippenbalsam war super, denn ich hatte wirklich spröde Lippen (alle Freundinnen hatten bei diesem empfohlenen Punkt der Kliniktaschenpackliste nur milde abgewunken…).
  6. Ein Familienzimmer nehmen, wenn möglich. Unbezahlbare Erfahrung!!

So, das waren die Punkte, die mir wichtig waren, weiterzugeben. Natürlich sind auch eine ganze Menge Emotionen im Spiel. Bei mir hat in den 16h allerdings der Pragmatismus überwogen und mir auch geholfen, das durchzustehen. Die großen Emotionen und das drei Tage weinen vor Glück und Rührung setzte erst ein paar Stunden später ein, als die Konzentration auf den Prozess an sich abflachte. Emotionen gibt es wieder im nächsten Post!😊❤️

Wie war das bei Euch? Ist alles so gelaufen, wie vorher gedacht? Habt Ihr ultimative Tipps für werdende Mamas? Ich freu mich auf Eure Kommentare!

Glücksmomente: Die Fahrt ins Krankenhaus – lang ersehnt und wie immer vorgestellt im Dunkeln; Wir werden nicht noch mal nach Hause geschickt; den tollsten Mann an meiner Seite zu haben; zu wissen, nur noch circa zwei Stunden; Das Köpfchen fühlen; Das nackte Baby auf der Haut spüren – Sie.Ist.Da!


Und vor der Geburt:

 

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3 Kommentare zu „Geburtsbericht – unausführlich, unvollständig, listenförmig

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