Familienglück · Schwangerschaft

Ernährung in der Schwangerschaft -mein Umgang mit den Dos and Don’ts

Ab dem Moment, in dem ich wusste, dass ich schwanger bin, hat sich das auch auf meine Ernährung ausgewirkt. Welchen allgemeinen Ratschlägen ich gefolgt bin, wo ich es nicht ganz so ernst genommen habe und was das für Folgen hatte, könnt Ihr hier nachlesen.

Ich habe mich schon immer bewusst und relativ gesund ernährt. Das heißt, in der Regel gibt es bei uns Vollkornbrot, ich achte darauf, möglichst 5 Obst-/ Gemüseportionen am Tag zu essen (im Durchschnitt werden es vermutlich vier) und Dinge wie Fastfood, Schweinekamm oder Cremetorten bilden eine Ausnahme in unserem Speiseplan. Eine Schwäche habe ich für Kekse oder trockene/ Obst- Kuchen. Ich liebe Brot und Pasta und alleine von Salat werde ich selten satt.

Was ich gegessen habe

Nun kam die Schwangerschaft und augenblicklich habe ich noch mehr darauf geachtet, was ich esse. Das bedeutete, dass ich mit Leichtigkeit oft 7 Portionen Obst und Gemüse gegessen habe: O-Saft und ein Obst zum Frühstück, ein Gemüse am Vormittag, ein Gemüse am Mittag, ein Obst am Nachmittag und abends wieder zwei Sorten Gemüse oder viel Salat mit Nüssen (gehört auch dazu) oder Ähnliches. Oft habe ich Obst mit den ebenfalls wichtigen Milchprodukten (Kalzium, Magnesium) verbunden. Besser als ein Glas Milch sind hier Joghurt, Buttermilch, Quark u.Ä. Eine Buttermilch mit frisch püriertem Beerenmark ist besonders im Sommer schmackhaft-erfrischend und noch dazu gesund! Außerdem habe ich besonders darauf geachtet, Vollkornprodukte zu essen (Mineralstoffe, Spurenelemente etc.). Und damit meine ich ECHTE Vollkornprodukte und nicht die braun gefärbten Brötchen, die es so zu kaufen gibt. So zum Beispiel auch Vollkornnudeln oder braunen Reis. Meine Keksration habe ich anfangs bewusst reduziert. Relativ schnell hatte ich aber Null-Interesse mehr an Süßem, so dass ich bis zur 16. SSW so gut wie gar nichts genascht habe. Selbst meine Lieblingsostereier blieben liegen. Das war wohl die einzige, schwangerschaftsbedingte und unbewusste Änderung in meinen Gelüsten. Leider ist das Interesse an Kuchen und Keksen aber längst wieder zurückgekehrt… 😉

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Worauf ich geachtet habe

Auf der anderen Seite gibt es für die Zeit der Schwangerschaft ja auch viele Verbote und Warnungen vor Lebensmitteln. Die ältere Generation schien sich da manchmal zu fragen, wie sie uns eigentlich groß gekriegt hat, mit Salami, mit Schinken, mit sämtlichem Käse, zwar ohne Sushi, weil in Europa noch vor dem großen Durchbruch, aber auch ohne Gedanken über den Härtegrad des Frühstückseis. Ich habe mich ziemlich streng an diese Vorgaben gehalten. Für rohen Schinken und vor allem Sushi leuchtet mir das Ganze auch ein, für in Mitteleuropa produzierte Käsesorten fällt mir das schon ein wenig schwerer (und ich liebe Camembert und bestimmte Schimmelkäse. Ich bin überhaupt ein Käseesser!!). Bei Sushi habe ich auch auf vegetarische Varianten verzichtet, denn schließlich werden die auf dem gleichen Brett oder direkt neben dem rohen Fisch verarbeitet. Nur mein Frühstücksei am Wochenende, was ich sehr liebe und was bei uns immer frisch und aus Freilandhaltung auf den Tisch kommt, dieses Frühstücksei ist in der Mitte weiterhin halbwegs weich geblieben, denn ein durch und durch hartes Ei schmeckt mir einfach nicht. An der Stelle sagte ich mir auch: wenn ich 32 Jahre lang keine Probleme hatte, wieso nun gerade jetzt (ich weiß, schwächeres Immunsystem, trotzdem kein Argument, das stark genug für mich war)?

Ich glaube, die Sache mit den Verboten muss jeder so handhaben, wie sie sich damit wohlfühlt. Das gilt natürlich immer und für alles, der Spielraum ist hier aber sicher etwas kleiner als bei den Fragen Familienbett ja oder nein, tragen mehr oder weniger etc. Ich kenne Viele, die vegetarische Sushi gegessen und sich über Käsesorten keine Gedanken gemacht haben. Ohne zu erkranken. Ich weiß aber für mich, dass ich nach dem Genuss erstmal nicht ruhig hätte schlafen und es mir im Fall des Falls niemals hätte verzeihen können.

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Was ein absolutes NoGo ist und war: Alkohol. Da habe ich nicht mal genippt. Ist mir angesichts eines leckeren Spargelgerichts und den Weißweingläsern bei den Mitessern entgegen der Erwartungen schwerer gefallen als der Verzicht auch Sushi.

Insofern, jeder soll wie immer nach seiner Fasson glücklich werden. Aber was heißt das für Euch? Wie streng oder locker ward/seid Ihr? Und habt Ihr Eure Ernährung umgestellt/angepasst? Oder einfach weitergemacht wie bisher?

Glücksmomente: sich gut fühlen, wenn man über die 5 Portionen  Obst und Gemüse gegessen hat; leckere Gemüsegerichte – am besten mit Tomaten aus dem Garten – im Sommer genießen; Vorfreude auf eine schöne Käseplatte mit Camembert und Matjes nach Hausfrauenart

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3 Kommentare zu „Ernährung in der Schwangerschaft -mein Umgang mit den Dos and Don’ts

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