Familienglück · Schwangerschaft

Bewegung in der Schwangerschaft

Heute war Berlin Marathon. Viele sportliche Menschen, die sich über das Jahr quälen, um Großes zu leisten. Ich gebe es zu, ich war noch nie – also wirklich noch nie, auch nicht als Kind – besonders Sport begeistert. Das heißt nicht, dass ich mich nicht gerne bewegt hätte, ein Stubenhocker war oder ein dickes Kind. Es hat mich einfach nie gereizt, irgendwo sportlich weiterzukommen. Marathon stand also nie auf meiner bucket list.

Auf Grund von ein paar Knochenproblemen habe ich mich allerdings schon früh bewusst mit meinem Körper und Bewegung beschäftigt. In den letzten sieben Jahren hieß das Yoga. Und auch mit der Schwangerschaft wollte ich gesunde Bewegung in den Alltag integrieren. Man wird ja irgendwie insgesamt viel bewusster mit dem Körper, der Nahrung, dem Sport etc. Für mich haben sich drei Dinge als sinnvoll erwiesen und die möchte ich heute gerne teilen.

YOGA

Yoga in der Schwangerschaft

Ab der 12. SSW kann man mit Pränatalyoga beginnen. Viele Yogalehrer sagen, dass vorher sollte eine kleine Pause eingelegt werden. Wichtig ist es, auf bestimmt Übungen wie z.B. starke Drehungen, zu verzichten. Ich kann nur empfehlen, zu erfahrenen Yogalehrern zu gehen, die sich besonders mit dem Thema Schwangerschaft auseinandergesetzt haben. Je nach Erfahrung und Lust kann die Yogapraxis nach einer Weile auch alleine zu Hause durchgeführt werden. Für Berlin kann ich bedingungslos, auch für Einsteiger und Nichtschwangere Spirityoga empfehlen. Drei tolle Studios mit Lehrern, die Wissen was sie tun, die nicht zwischen Steppaerobic und Bauch-Beine-Po mal ein bisschen Yoga einschieben. Denn aus meiner Sicht lebt das Ganze auch vom Spirit, der Philosophie und dem Wissen, dass Yoga mehr als Sport ist. Für zu Hause kann ich dieses und dieses YouTube-Video empfehlen. Von den gleichen Machern dann auch jeweils die anderen Sessions. Zudem habe ich mir persönlich angewöhnt, jeden Morgen einige Übungen, die mir besonders gut tun, zu machen. So starte ich meist mit circa 15 Minuten gesunder, geburtsvorbereitender Bewegung in den Tag. Ansonsten gibt es einmal in der Woche ein komplettes Programm.

SCHWIMMEN

Schwangerenschwimmen

Der Aufenthalt im Wasser  ist entspannend für den ganzen Körper. Schon im sechsten Monat hatte ich eine Weile Beschwerden im unteren Rückenbereich. Neben Yoga hat es mir da sehr geholfen, in die Havel zu springen und ein paar Züge zu schwimmen. Ich glaube, ich erwähnte schon in einem anderen Beitrag, dass es dann bei mir schnell in Planschen umschlägt. Passt zu meiner wiederum hier schon erwähnten Sportunlust. Aber sei des drum, es entspannt gleichermaßen. Mit dem Ende des Sommers ist die Freiluftsaison leider beendet (denn zusätzlich mag ich frischen Wind an meinem nassen Körper und allzukaltes Wasser, wenn es nicht Meerwasser ist, nicht sooo gerne… Nein, ansonsten bin ich recht robust!😉). Mit der 30. SSW kann ich jedoch in der gewählten Entbindungsklinik einmal in der Woche zum Schwangerenschwimmen gehen. Das bedeutet 40 Minuten schwimmen und Übungen nach Anleitung sowie 10 Minuten freie Entspannung im Wasser am Ende. Sehr angenehm und der zweite feste Termin in meinem Kalender, was die Bewegung angeht.

FAHRRAD FAHREN

Fahrradfahren in der Schwangerschaft

Da habe ich am Anfang viel gelesen. Soll man eher nicht machen, wegen Erschütterungen. Oder wegen Gleichgewichtsproblemen. Nach Aussage meiner Frauenärztin bestehen überhaupt keine Probleme, wenn man sich selbst gut und sicher fühlt. Insofern gab es für mich keinen Grund, nicht Fahrrad zu fahren. Mit zunehmendem Bauchumfang bemerkte ich allerdings schon eine Veränderung der Haltung und der Statik des gesamten fraulichen Gebildes auf dem Drahtesel. Und welche Muskeln scheinbar da mitspielen… Als Frau eines halben Langstreckenradprofis muss ich zugeben, dass ich ein E-Bike besitze. Der Ausgleich quasi, dass auch der Mann Spaß an Radtouren hat. Jaja, ich höre schon die hämischen Kommentare. Aber NEIN, das Ding fährt nicht von alleine! Es unterstützt lediglich bei Antritten an Bergen und beim Anfahren. Zudem ist es recht schwer und hat einen großen Wenderadius. Also quasi eine richtige sportliche Herausforderung! Spaß beiseite, ich fahre mit diesem schönsten Fahrrad der Welt tatsächlich weiter als früher und im Durchschnitt deutlich schneller. Muskelkater habe ich nach langen Touren auch regelmäßig und am Ende kann man ja auch selbst bestimmen, wie stark die Unterstützung sein soll. Während ich sie bisher immer auf der leichtesten Stufe hatte, habe ich sie mit der Zeit aufs Maximale erhöht. Und so kann ich mich wunderbar gelenkschonend und schwangerschaftsgerecht bewegen. Achtung: mit wachsendem Bauch ändert sich auch die Haltung auf dem Fahrrad. Das kann zu ungewöhnlichem Muskelkater und Beanspruchung der Knie führen. Bei mir jedenfalls. Aber trotzdem eine klare Empfehlung!

Soviel zur Bewegung bei mir. Gibt es weitere Tipps, gegen Rückenprobleme oder grundsätzlich besonders geeignete Bewegung in der Schwangerschaft? Dann immer her damit!

Glücksmomente: am Ende einer Yogaeinheit – ob kurz oder lang – fühlt man sich gleich besser und bewusster in seinem Körper; das Lindern von Rückenschmerzen; das Abziehen am Berg von sportlichen Fahrradfahrern (mit Fahrradmotor Gang drei, hihi)

Advertisements

Ein Kommentar zu „Bewegung in der Schwangerschaft

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s