Schwangerschaft

7. Schwangerschaftsmonat

Im 7. Monat hatten wir zwei Wochen Urlaub und verbrachten diese an der Ostsee. Eine herrliche Zeit. Der Mann konnte wunderbar die Bewegungen im Bauch miterleben und das Baby im Bauch war definitiv Mittelpunkt der Freude. So eine entspannte Zeit ist wirklich Gold wert und umso trauriger war ich diesmal am Ende des Urlaubs. Aber, nun geht es mit großen Schritten auf die Geburt zu. Nur noch 3 Monate!

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Die körperlichen Veränderungen: Persönlich habe ich das Gefühl, dass der Bauch einen großen Schub gemacht hat. Schaue ich an mir runter, finde ich das weniger, gehe ich an einem Schaufenster vorbei und sehe mein seitliches Spiegelbild, bin ich mir kurzzeitig fast ein bisschen fremd. Der wachsende Bauch macht sich auch im Alltag bemerkbar: Geschirrspüle ausräumen und saugen, diese beiden Tätigkeiten sind mir überhaupt nicht angenehm. Nein, das hat natürlich nichts damit zu tun, dass das grundsätzlich nicht meine Lieblingshaushaltsbeschäftigungen sind. Auch nachts ist mir der Bauch manchmal im Weg. Das Drehen von einer Seite zur andern fällt schwer und manchmal scheint das Baby sich so positioniert zu haben, dass das Liegen auf einer Seite nicht möglich ist. Versuche ich es trotzdem vorsichtig, wird von drinnen mächtig protestiert. Aber wer kann schon die ganze Nacht auf einer Seite schlafen? Und wenn dann noch ein Schluckauf hinzukommt, dann frage ich mich, wer wohl immer die guten Ratschläge zum „Vorschlafen bevor das Baby kommt“ gibt. Hallo? Ich schlafe schon jetzt viel flacher, kürzer und schlechter. Aber das gibt es dazu, ich will mich nicht beschweren. Ebenfalls nachts habe ich von Zeit zu Zeit das Problem mit Krämpfen in den Waden. Mit zusätzlichem Magnesium lässt sich das zum Glück immer wieder einfangen. Eine weitere Erscheinung hängt ebenfalls mit den unteren Extremitäten zusammen: Zum Ende des 7. Monats und in Mitten der Hitzewelle war ich vier Tage zu einer Weiterbildung. Zum ersten Mal im Leben hatte ich mit geschwollenen Füßen und schweren Beinen zu kämpfen. So viel zu den körperlichen Veränderungen und Vorkommnissen. Halt – was ich glaube ich noch nie geschrieben habe, was aber schon länger der Fall ist: Meine Haare machen was sie wollen. Alle in der Schwangerschaft nachgewachsenen Haare sind unheimlich kraus, strohig und stehen nach allen Seiten zu Berge. Bändigung ausgeschlossen. Versuche beendet.

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Das Bewusstsein: Unser Kinde wird die Turnweltmeisterin 2036. Da bin ich mir sicher. Mindestens. Die Bewegungen in meinem Bauch sind unfassbar stark, spürbar, sichtbar und regelmäßig. Ein tolles Gefühl, dass das Bewusstsein, dass da ein kleiner Mensch zu uns kommt, so sehr verstärkt, dass er eigentlich allgegenwärtig ist. Wir sind quasi schon zu dritt. Durch den Urlaub konnten wir dieses Glück und die Vorfreude besonders auskosten. Apropos Vorfreude – Diese Spannung ist ganz wunderbar und ich genieße den aktuellen Zustand sehr: Ich bin mir permanent des Glückskindes bewusst und bin trotzdem noch frei in meinem Tun und Handeln. Durch dieses verstärkte Bewusstsein allerdings bin ich nicht immer so ganz sorglos und in mir ruhend wie am Anfang. Denn von Tag zu Tag wäre es schlimmer, wenn mir/ dem Baby etwas passieren würde. Und dazu noch eine kleine Geschichte vom Anfang diesen Monats. Meine ach so geliebte Frauenärztin war im Urlaub und so mussten wir einmal zu einer Vertretung gehen. Die war auch soweit ok jedoch machte sie einen nachhaltigen Fehler: auf die Frage vom Mann, wie regelmäßig man Kindsbewegungen spüren und ab wann man sich Sorgen machen müsste, gab sie uns eine exakte Zeitangabe. Alle vier Stunden sollte man schon spätestens was spüren, sonst sollte man mal am Bauch wackeln und das Baby wecken. In meinem Hinterkopf wusste ich schon in diesem Moment, dass das für meine Person und mein Gemüt eine denkbar schlechte Auskunft war (und ich denke, dass trifft auf Viele zu, oder?). Was macht man also, wenn man nach einer längeren Autofahrt sechs bis acht Stunden nichts bemerkt hat? Man macht sich Sorgen. Ganz furchtbar. Man rüttelt tatsächlich mal am Bauch (was mir eigentlich zuwider ist) und wenn dann auch nichts passiert, macht man sich noch größere Sorgen. Ahhhh. Nach circa acht Stunden kam dann aber der erlösende Tritt, den glücklicher- und zufälligerweise auch der Mann spüren konnte, so dass ich mir sicher war, es hat es gegeben, das lang ersehnte Lebenszeichen. Puh, wie viele Gebirge da gepurzelt sind, kann ich kaum beschreiben…

Der Nestbautrieb: Durch den Urlaub haben wir nicht all zu viel vorangebracht. Eher gedanklich geordnet, was noch passieren soll, kann und muss. Drei Monate haben wir ja noch für die Gestaltung der Kinderzimmerwand, einige Nähprojekte und den Einkauf in der Drogerie.

Glücksmomente: Der gesamte Urlaub und die immer noch wachsende Vorfreude!

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6 Kommentare zu „7. Schwangerschaftsmonat

  1. Puh, wenn ich das lese, bin ich froh, dass meine kleine Maus scheinbar jetzt schon den gleichen Tag-Nacht-Rhythmus hat wie ich 😀 Ich schlafe wunderbar und bin heilfroh drum! Nur morgens, wenn ich mich mehr hin und herwälze, meckert auch in meinem Bauch was 😉 Tagsüber ist sie ständig wachs und ist, genau wie du auch beschrieben hast, schon ein richtiger Teil der Familie! 🙂

    Liebe Grüße!

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