Mal ehrlich! · Pures Glück · Schwangerschaft

Die Hebamme des Vertrauens

Schon vor der Schwangerschaft hatte ich gelesen, dass es schwierig werden könnte, eine Hebamme für die Nachsorge zu finden. Meine Frauenärztin beruhigte mich etwas und so begann ich in der 11./ 12. Woche mit der Recherche, um in der 13. SSW mögliche Kandidatinnen anrufen zu könnte.

Schon diese Recherche gestaltete sich schwierig. So waren zum Beispiel alle Hebammen, die in unserer gewählten Geburtsklinik empfohlen wurden, außer mit Namen und Telefonnummer nicht im Internet vertreten. Kein Foto, keine Philosophie, keine Zusatzausbildungen, kein Alter… Nun hat man von der Kasse ja nur ein Erstgespräch und in das würde ich zumindest mit ein wenig Vorabinformation gehen wollen. So ganz ohne ersten Eindruck? Für mich irgendwie nicht vorstellbar. Also konzentrierte ich mich auf die wenigen, zu denen etwas in der Weite des Netzes zu finden war. Und dann blieben wenige übrig, die ich mir vorstellen konnte. Nummer 1 und Nummer 2 waren ausgebucht, schon eine Weile. „Im November, nee, da bin ich schon seit mehreren Wochen voll.“ Bitte was? Wann haben sich denn die ganzen werdenden Mütter angemeldet? Mit dem positiven Test in der Hand? Oder gar schon in der Planung? Oh je, oh Jammer! Den nächsten beiden war der Weg zu weit (wohlgemerkt innerhalb des gleichen Bezirks!).

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Das Ganze bedrückt mich doch langsam etwas. Guter Rat war teuer. Der Bekanntenkreis mit Kindern ist noch nicht soo riesig und vor allem in Berlin verteilt. Fielen gleich wieder Möglichkeiten raus. Aber Gott sei es gedankt, über drei Ecken gab es dann doch noch eine Empfehlung.  Ohne Vorabinformation, rein auf die Empfehlung verlassend und mit ohne weiteren Alternative nahm ich also Kontakt auf. Und siehe da, die Gute hatte tatsächlich noch Kapazitäten!!!

Drei Wochen später besuchte sie uns, die Chemie stimmte und ich bin sehr zuversichtlich und dankbar!

Aber mal ehrlich, das kann es doch nicht sein, oder? Eine Freundin (allerdings nicht aus Berlin, Wohnhaft in Thüringen) sowie eine weitere Bekannte dort hatten noch größere Schwierigkeiten. Entbindung im Sommer? Nee, da haben die meisten Urlaub! Also ich finde das unfassbar. Und wenn man jetzt noch tiefer einsteigt (Bezahlung der Damen mit dieser  hoch verantwortungsvollen Aufgabe, die Sache mit der Versicherung etc.), dann kann einem doch wirklich schlecht werden. Da stimmt was nicht im System! Aber da kennen sich andere besser aus, da will ich mich gar nicht drüber auslassen…

Glücksmomente: ein helfendes Umfeld zu haben; der Moment des Kennanlernens – Gott sei Dank!

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